Archiv der Kategorie: Steuer- und Steuerstrafrecht
Schaden durch Wildtiere
Wildtierschäden an der eigenen Immobilie sind nicht als außergewöhnliche Belastung absetzbar. Hier hatte ein Biber aus dem benachbarten Naturschutzgebiet eine Terrasse untergraben, die Eigentümer wollten die Beseitigungskosten absetzen. Geht aber nicht. BFH, VI R 42/18
Abwehr einer Überbauung
Die Rechtsanwaltskosten für die Abwehr einer Überbauung des vermieteten Grundstücks sind bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung nicht als Werbungskosten abziehbar. Die dienen nicht der Einkunftserzielung, sondern sollen eine Eigentums- und Vermögensbeeinträchtigung abwehren. BFH VIII B 157/19
Beitragsverzicht gefährdet Gemeinnützigkeit
Auch in Corona-Zeiten sollten gemeinnützige Vereine nicht auf Beiträge verzichten oder diese zurückerstatten. Dies gilt auch, wenn das entsprechende Vereinsangebot (beispielsweise ausgefallene Kurse) nicht erbracht werden kann. Eine Nachfrage beim zuständigen Finanzamt ergab, dass durch eine solche Vorgehensweise die Gemeinnützigkeit … Weiterlesen
Prozesskosten eines Rechtsstreits über Kindesumgang
Führt der Steuerpflichtige einen Prozess wegen Kindesumgang und der Rückführung des Kindes aus dem Ausland, können diese Kosten nicht nach § 33 II S.4 EStG als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Unter diese Vorschrift fallen nur Prozesskosten, die bei einem … Weiterlesen
Freibetrag für Urenkel bei einer Schenkung
Zumindest wenn deren Eltern und Großeltern noch nicht vorverstorben sind, steht Urenkeln bei einer Schenkung nur der Freibetrag von 100.000 € nach § 16 I Nr.4 ErbStG zu. Es erscheint aber auch fraglich, ob im Falle des Vorversterbens ein höherer … Weiterlesen