Archiv der Kategorie: Verkehrsrecht
Irreführung der Behörde ist strafbar
Das OLG Stuttgart (2 Ss 94/15) hat entschieden, dass der Täter einer Ordnungswidrigkeit sich wegen falscher Verdächtigung in mittelbarer Täterschaft strafbar machen kann, der Gehilfe wegen Beihilfe, wenn beide bewusst die Bußgeldbehörde hinsichtlich der Fahrereigenschaft in die Irre führen. Im … Weiterlesen
Unfall eines Motorradfahrers auf Rollsplitt bei fehlendem Warnzeichen
Stürzt ein Motorradfahrer auf Rollsplitt, haftet die Gemeinde für seinen Schaden, wenn sich kein entsprechendes Warnschild unmittelbar vor der Unfallstelle befindet. Im entschiedenen Fall wurde dem Motorradfahrer allerdings ein Mitverschulden (1/3) angerechnet, einige Kurven vorher war das allgemeine Gefahrenstellenzeichen aufgestellt … Weiterlesen
Abschleppen aus Fußgängerzone ist erlaubt
Ein verkehrswidrig in der Fußgängerzone abgestelltes KFZ darf abgeschleppt werden, auch wenn die Fußgänger nicht behindert werden oder zu dem Zeitpunkt den Bereich gar nicht nutzen. Die Funktionsbeeinträchtigung des Fußgängerbereiches reicht aus, um die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme zu begründen. OVG … Weiterlesen
Fahrtenbuchauflage – die Behörde muss angemessene und zumutbare Ermittlungshandlungen vorgenommen haben
In einem Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes wandte sich der Antragsteller gegen eine Fahrtenbuchauflage. Mit seinem KFZ waren zwei Geschwindigkeitsüberschreitungen (48 außerhalb und 23 innerhalb einer Ortschaft zu viel) von einer Frau begangen worden. Der Halter teilte innerhalb der Verjährungsfrist mit, dass … Weiterlesen
PoliScan Speed – ein gut begründeter Freispruch wird aufgehoben
Wir haben bereits hier (http://news.kanzlei-niedersachsen.de/2015/01/ag-emmendingen-gibt-nicht-auf/) darüber berichtet. Das AG Emmendingen hatte erhebliche Zweifel an dem Messgerät PoliScan Speed und sprach den Betroffenen frei. Darauf legte die Staatsanwaltschaft Rechtsbeschwerde ein. Auch diese gut begründete Entscheidung wurde durch das zuständige OLG Karlsruhe … Weiterlesen