Archiv der Kategorie: Bankrecht
Vertriebsprovision von 15 % ist aufklärungspflichtig
Anlagevermittler oder-Berater müssen den Erwerber einer vermittelten Kapitalanlage unaufgefordert darüber aufklären, wenn die Vertriebsprovision eine Größenordnung von 15 % überschreitet. In die Berechnung ist ein gegebenenfalls zu zahlendes Agio mit aufzunehmen. BGH, III ZR 565/16
Kapitalanlagerecht – die grob fahrlässige Unkenntnis des Anlegers von Risiken
Ob eine grob fahrlässige Unkenntnis des Anlegers von den den Anspruch begründenden Umständen (vorliegend erheblich für den Beginn der Verjährungsfrist) gegeben ist, wenn er eine die Risikohinweise enthaltene Beratungsdokumentation quasi blind unterzeichnet und auch einen ihm überlassenen Emissionsprospekt nicht liest, … Weiterlesen
Darlehensvertrag und die Verwirkung des Widerrufsrechts
Grundsätzlich steht einem Darlehensnehmer bei einer unrichtigen Widerrufsbelehrung ein Widerrufsrecht zu. Dies kann auch noch nach Beendigung des Vertrages ausgeübt werden. In Ausnahmefällen kann das Widerrufsrecht aber verwirkt sein, dies gilt als Unterfall der unzulässigen Rechtsausübung wegen der illoyal verspäteten … Weiterlesen
Ein Darlehenswiderruf kann sich lohnen
Der Nutzungsersatz eines Kunden nach Darlehenswiderruf beläuft sich regelmäßig auf 5-Prozentpunkte über Basiszinssatz. Einen geringeren Schaden muss die Bank beweisen. BGH, XI ZR 116/15 Voraussetzung ist, dass es sich um Altfälle handelt, also Darlehen, die vor dem 13.06.2014 (Inkrafttreten von … Weiterlesen
Keine Verwirkung des Widerrufsrechts nur wegen vollständiger Darlehenstilgung
Die Bank hatte 2003 eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung benutzt. Der Verbraucher zahlte das Darlehen bis 2009 vollständig zurück. 2013 erklärte er den Widerruf. Die Bank meinte, das Widerrufsrecht sei trotz fristgerechter (es gab keine Frist, da die Belehrung fehlerhaft war) Ausübung … Weiterlesen